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Joachim Georg

Joachim Georg

Redaktion

Als Arbeitgeber noch attraktiver

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Als Arbeitgeber noch attraktiver

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Es kann ein Wettbewerbsvorteil bei der Personalsuche sein: Mit der Einführung eines Jobtickets will die Stadt Langen als Arbeitgeber noch attraktiver werden. Der Magistrat empfiehlt daher, einen Vertrag mit dem Rhein-Main-Verkehrsverbund (RMV) abzuschließen und allen Mitarbeitern der Stadtverwaltung und der Kommunalen Betriebe Langen die Nutzung des RMV-JobTickets Premium zu ermöglichen.

Schon seit Jahren hat die Stadt aufgrund des allgemeinen Fachkräftemangels Probleme, qualifiziertes Personal zu rekrutieren. Dies betrifft besonders den Bereich der Kinderbetreuung. Folge: Vorhandene Platzkapazitäten in den Einrichtungen können nicht genutzt werden, weil Erzieherinnen und Erzieher fehlen. „Gerade mit Blick auf unsere extrem lange Voranmeldeliste ist das ein Zustand, den wir dringend ändern müssen“, sagt Bürgermeister Jan Werner. Andere Kommunen wie Frankfurt oder Dreieich sowie der Kreis Offenbach bieten ihren Mitarbeitern bereits Jobtickets an und sind bei der Personalsuche somit gegenüber Langen im Vorteil.

Vom RMV-JobTicket Premium profitieren sowohl Mitarbeiter als auch die Stadt. Und natürlich die Umwelt. Das Ticket ist im gesamten RMV-Gebiet gültig und enthält eine Mitnahmeregelung für eine zweite Person zu bestimmten Zeiten. Somit ist es nicht nur für den Arbeitsweg, sondern auch privat nutzbar. Darüber hinaus vereinfacht es die Abrechnung für Dienstfahrten, die mit Bus und Bahn erledigt werden, stark. Die Gesamtkosten für das Jobticket reduzieren sich um diesen Anteil.

Eine Mitarbeiterbefragung hat ergeben, dass aktuell nur vier bis fünf Prozent der städtischen Bediensteten je nach Jahreszeit den Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) auf dem Weg zur Arbeit nutzen. Bei mehr als der Hälfte (53 Prozent) besteht allerdings eine hohe Umsteigebereitschaft, wobei günstigere Preise für viele die Hauptvoraussetzung sind. Dies wäre mit dem Jobticket gewährleistet.

„Bei der Veränderung des Mobilitätsverhaltens und der Förderung des Umweltverbundes kann die Stadt Langen durch verschiedenen Bausteine wie den Ausbau der Radverkehr– und Fußwegeinfrastruktur, attraktive ÖPNV-Angebote, Teilnahme am Stadtradeln und als Multiplikator aktiv die größten Akzente zur Reduzierung der Treibhausgasemissionen setzen“, sagt Heike Gollnow, städtische Fachbereichsleiterin Dienste für Einwohner und Stadt. Daher zählt ein betriebliches Mobilitätskonzept mit Jobticket auch im städtischen Klimaschutzkonzept aus dem Jahr 2011 als wichtiger Anreiz, eine Veränderung des Mobilitätsverhalten zu erreichen. „Dabei geht es nicht nur in erster Linie darum, den Arbeitsplatz mit dem ÖPNV zu erreichen, sondern darum, auch bei Privatfahrten und in der Freizeit auf Bus und Bahn umzusteigen“, führt Heike Gollnow aus. Ziel ist es, die Schwelle, den ÖPNV aufgrund der hohen Kosten für Einzelfahrten zu nutzen, abzumildern, den Umweltverbund zu fördern und die Nutzung von Pkw mit herkömmlichen Kraftstoffen und damit den CO2-Ausstoß zu reduzieren. Zusätzlich soll die Stadtverwaltung mit der Einführung des Jobtickets eine Vorbildfunktion übernehmen und als Multiplikator für weitere Arbeitgeber in Langen wirken.

„Wir erfüllen damit einen großen Wunsch unserer Mitarbeiter, sind auf dem Arbeitsmarkt attraktiver, fördern den ÖPNV und engagieren uns für den Klimaschutz“, sagt Bürgermeister Jan Werner. „Das sind nur Vorteile und das bei absolut überschaubaren Kosten.“ Fällig würden maximal 84.000 Euro im ersten Jahr für alle rund 600 Mitarbeiter der Stadtverwaltung und KBL, danach wird der Betrag jährlich geringfügig steigen.

Zur Teilfinanzierung schlägt der Magistrat vor, künftig auf die Energiespar-Karawane zu verzichten. Diese ist ebenfalls ein Projekt aus dem städtischen Klimaschutzkonzept und wurde in den Jahren 2014 bis 2018 durchgeführt. Die Stadt finanzierte damit Beratungen mit dem Ziel, die energetische Sanierung von Wohngebäuden zu fördern und dadurch den Energieverbrauch und den Kohlendioxidausstoß zu senken.

Der Haupt- und Finanzausschuss hat zur Einführung des Jobtickets bereits ein positives Votum abgegeben. Die endgültige Entscheidung fällt in der Sitzung der Stadtverordnetenversammlung am Mittwoch, 2. Dezember.

Quelle: Stadt Langen 

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