Joachim Georg

Joachim Georg

Redaktion

Einladung zur Kunst-Präsentation: Ein schöner Platz kennt keinen Müll

Werbung:

Einladung zur Kunst-Präsentation: Ein schöner Platz kennt keinen Müll

[responsivevoice_button buttontext="vorlesen" voice="Deutsch Female"]

Dienstag, 4.5.2021, 10.30 Uhr, Rosenauplatz und Vorplatz HugenottenhalleSehr geehrte Damen und Herren der Presse,
der Dezernent für Kultur und Sport, Theo Wershoven und das Kulturbüro der Stadt
Neu-Isenburg laden Sie herzlich ein, die Kunstaktion „Ein schöner Platz kennt keinen
Müll“ auf dem Vorplatz der Hugenottenhalle und dem Rosenauplatz anzusehen.

12 Künstler*innen aus Neu-Isenburg und Dreieich haben sich künstlerisch mit dem
Thema Müllvermeidung auseinandergesetzt. Dazu lud das Kulturbüro der Stadt NeuIsenburg zusammen mit dem DLB AÖR und den Bürgerhäusern Dreieich als
Kooperationsprojekt ein. In Neu-Isenburg wurde das Forum zur Förderung von Kunst
und Kultur unter der Leitung von Kati Conrad dafür gewonnen, in Dreieich die
Kunstinitiative unter der Leitung von Ilse Dreher.

Die Motive der Künstler*innen werden von Gedichtszeilen begleitet, die Annäherung
an das Thema erfolgt frei, fantasievoll und regt zum Nachdenken an. Nicht alles
erschließt sich auf den ersten Blick – und das soll es auch nicht. Denn die Botschaft
ist eigentlich klar: Lasst keinen Müll auf dem Platz herumliegen. Interessant wird die
Fortführung des Gedankens, denn der künstlerische Hinweis auf ein innerstädtisches
Problem stellt eine kreativere Variante der Grund-Botschaft als die gestrenge
Ermahnung dar.

Kulturorte definieren sich auch in kulturarmen Zeiten als genau das: als Orte der
geistigen Anregung in einem ästhetischen Ambiente.
Die Künstler*innen (1-6 Neu-Isenburg, 7-12 Dreieich)
Norbert Holick

Vom Müll befreit sind Plätze und Flächen durch der Menschen freundlichen
Blick
(sehr frei nach Johann Wolfgang von Goethe, Faust 1)
Ömer Yaprakkiran
Des Maies Erwachen ist nur Schöner noch, wie die Sommernacht,
Wenn Müll, Verpackungen und Flaschen nicht liegengelassen werden.
(sehr frei nach Friedrich Gottlieb Klopstock, Die frühen Gräber)

Kai Lippok
Sei dennoch unverzagt! Gib dennoch unverloren!
Erklär‘s nochmal: Müll nicht am Platz entsorgen!
Nichts in die Gegend schmeißen, stinken lassen
Sonst hat sich wider dich Glück, Ort und Zeit verschworen.
(sehr frei nach Paul Fleming, An sich)

Ulli Ehret
Willkommen waren alle Gäste;
Doch warfen sie den Müll umher,
entsorgten Windeln, Essensreste,
war Blumenschmuck nicht denkbar mehr.
(sehr frei nach Friedrich Schiller, Das Mädchen aus der Fremde)

Kati Conrad
Weh mir, wo nehm ich, wenn
Es Sommer ist, die Zeit, und wo
die Lust,
den ganzen Müll zu sammeln?
Sprachlos und kalt, im Winde
Weht der Unrat
(sehr frei nach Friedrich Hölderlin, Hälfte des Lebens)

Carolin Bentbib
Es flüstern die Bäume
Im goldenen Schein,
Es weht Müllgestank
Zum Fenster hinein.
(sehr frei nach Ludwig Tieck, Geliebter, wo zaudert)
Robert Kögel
O lieb, solang du lieben kannst!
O pfleg die Welt, damit du Schönheit siehst!
Die Stunde kommt, die Stunde kommt,
Wo du am Müllberg stehst und klagst!
(sehr frei nach Ferdinand Freiligrath, O lieb, solang du lieben kannst!)
Waltraud Munz-Heiliger
O Täler weit, o Höhen,
O schöner, weiter Platz,
Da draußen, liegt in Massen,
Müll der geschäftgen Welt,
werft doch nichts auf den Boden!
Es kostet euch viel Geld.
(sehr frei nach Joseph Freiherr von Eichendorff, Abschied)

Gloria Brand
Herr von Ribbeck auf Ribbeck im Havelland,
Ein Mülleimer in seinem Garten stand,
Und kam die goldene Sommerzeit
Und der Müll flog herum weit und breit,
Da stopfte, wenn’s Mittag vom Turme scholl,
Der von Ribbeck sich seine Müllsäcke voll.
Und liefen die Müllsünder vor ihm her,
so rief er: Leute seht doch mal her!!!
(sehr frei nach Theodor Fontane, Herr von Ribbeck auf Ribbeck im Havelland)
Robert Chariot/ collection walter diewok
Entlang an Gärten, herbstlich rotversengt:
Hier zeigt im Stillen sich ein tüchtig Leben.
Indes der sanfte Schmerz im Blick sich senkt:
Auf Pizzakarton und Kaffeebecher an Wegen.
(sehr frei nach Georg Trakl, Verwandlung)

Ilse Dreher
Wer jetzt weint irgendwo in der Welt,
Mit Grund weint in der Welt
Über Schmutz, Dreck, Müll
(sehr frei nach Rainer Maria Rilke, Ernste Stunde)
Tobias Ballweg
O schaurig ist’s übern Platz zu gehn,
Wenn es wimmelt von Pizzakartonen,
Sich wie Phantome Pappbecher drehn
Und die Plastikflasche häkelt am Strauche
(sehr frei nach Anette von Droste-Hülshoff, Der Knabe im Moor)

Tobias Ballweg
O schaurig ist’s übern Platz zu gehn,
Wenn es wimmelt von Pizzakartonen,
Sich wie Phantome Pappbecher drehn
Und die Plastikflasche häkelt am Strauche
(sehr frei nach Anette von Droste-Hülshoff, Der Knabe im Moor)

Quelle: Stadt Neu-Isenburg 

Diesen Beitrag teilen auf:

Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on xing
Share on whatsapp
Share on email

Diesen Beitrag teilen:

Share on facebook
Facebook
Share on twitter
Twitter
Share on linkedin
LinkedIn
Share on email
Email
Share on whatsapp
WhatsApp

Werbung: