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Joachim Georg

Joachim Georg

Redaktion

GRÜNE fordern besseren Hochwasserschutz

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Auch eine Woche nach dem Starkregen-Ereignis von Fronleichnam sitzt so manchem der Schrecken noch in den Gliedern.

 

Die GRÜNEN wollen es bei der Kenntnisnahme dieses seit 40 Jahren schlimmsten Hochwassers im Süden Sprendlingens und in der Altstadt nicht bewenden lassen. Sie fordern umfassende Ursachenforschung und stellen drängende Fragen.

Roland Kreyscher, Fraktionssprecher und selbst Anwohner der Schillerschule, die es hart getroffen hat: „Die Nachbarn konnten sich noch gut an die Ereignisse von 1981 erinnern. So etwas war seitdem nicht mehr passiert. ´Die Bach´ flutete binnen kürzester Zeit die Straßen rund um die Schillerschule, viele Keller liefen voll. Teile der Altstadt standen unter Wasser. Der Schaden ist beträchtlich. Die Wassermassen ergossen sich über den Wilhelm-Leuschner-Platz bis zur Laurentius-Kirche in der Eisenbahnstraße.“

Sorgen bereitet den GRÜNEN die Tatsache, dass das Regenereignis vom 3. Juni.2021 zwar heftig war, aber weit entfernt ist von dem, was andernorts bereits an Regenmengen niederging. Co-Sprecherin Linda Hein: „Binnen einer guten Stunde gingen wohl 50 bis 70 Liter / qm nieder. Nicht auszudenken was passiert, wenn es 100 Liter oder mehr regnet, was heutzutage leider nicht mehr sehr außergewöhnlich ist. Der Klimawandel zeigt auch hier dramatische Ausmaße“.

Die GRÜNEN fordern daher eine umfassende Ursachenanalyse, um die Auswirkungen solcher Extremereignisse in den Griff zu bekommen. „Wir wollen es nicht bei der Feststellung belassen, dass unsere Kanalisation nicht für diese Wassermengen ausgelegt ist“, meint Kreyscher und sieht eine Reihe von Maßnahmen, die geprüft werden müssen.

Linda Hein: „Wir wollen z. B. wissen, ob die Regenrückhaltesysteme wie Auffangbecken und Staukanäle ihre Funktion erfüllt haben und ob sie ausreichend dimensioniert sind.“

Tatsache ist, dass der Hengstbach an diversen Stellen über die Ufer getreten ist; in Sprendlingen mindestens an drei Stellen. Kreyscher: „An der Theisenmühle, am Gemeindehaus in der Altstadt und in der Bachstraße, wobei das gesamte Quartier um die Schillerschule und die Schule selbst überflutet wurden.“ Die GRÜNEN befürchten, dass – u. a. auch bedingt durch den Klimawandel – die Regenmengen zunehmen werden, mit erheblichen Folgen, u. U. auch für Leib und Leben.

Um die bebauten Gebiete vor Überflutungen durch den Hengstbach zu schützen, müsste nach Ansicht der GRÜNEN auch geprüft werden, ob die Freiflächen entlang des Baches als Flutmulden funktionieren bzw. dafür genutzt werden können. Linda Hein: „Die Teiche oberhalb der Theisenmühle, das Hengstbachtal zwischen Dampf- und Winkelsmühle und auch der Hainer Woog könnten als Puffer bei Starkregen genutzt werden. Auch die Reaktivierung des Mariahall-Weihers wäre eine sinnvolle Möglichkeit, um die Wassermassen vor der Innenstadt abzufangen.“ Im Zuge dessen Renaturierungen vorzunehmen, ist für die GRÜNEN naheliegend.

In letzter Konsequenz bedeutet das nach Ansicht der GRÜNEN, dass illegale Nutzungen im Hengstbachtal nicht zuletzt aus Gründen des Hochwasserschutzes beendet werden und künftig unterbleiben müssen. „Es zeigt sich wieder mal, dass Klimafolgenanpassungen dringend notwendig sind“, so Hein abschließend.

Ihre Fragen und Anregungen wollen die GRÜNEN an den Magistrat richten, der zeitnah den Gremien und der Öffentlichkeit berichten und Vorschläge zum Hochwasserschutz machen soll.

Quelle: Grüne/Stadt Dreieich

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