Joachim Georg

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Redaktion

Langen: Mehr Geld für Schulkinder-Betreuung

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Stadt erhöht Zuschüsse und fördert 71 weitere Plätze

Sie ist ein wesentlicher Beitrag zur Förderung und Verbesserung der Bildungschancen von Kindern und ein wichtiger Baustein bei der Vereinbarkeit von Beruf und Familie: die Nachmittagsbetreuung von Grundschulkindern. Der Magistrat möchte dafür die Zuschüsse erhöhen und zudem weitere 71 Plätze an drei Schulen ermöglichen. Ein entsprechender Vorschlag liegt nun der Stadtverordnetenversammlung zur Beratung und Beschlussfassung vor.

In Langen sind Fördervereine der Grundschulen, die Arbeiterwohlfahrt sowie an der Wallschule die GiP gGmbH (Ganztagsbetreuung im Pakt, ein 100-prozentiges Tochterunternehmen des Kreises Offenbach) in der Nachmittagsbetreuung tätig. Die Stadt bezuschusst ihre Arbeit. Letztmals wurden diese Zuschüsse Ende 2018 für drei Jahre von 2019 bis 2021 festgelegt. Deshalb müssen die Sätze jetzt neu geregelt werden. Dies soll wiederum für drei Jahre (2022 bis 2024) erfolgen.

„Auch im Bereich der Kinderbetreuung haben wir natürlich die allgemeinen Kostensteigerungen, vor allem bei den Gehältern im Sozial- und Erziehungsdienst“, erläutert Erster Stadtrat Stefan Löbig. Bürgermeister Jan Werner ergänzt: „Um die Leistungs- und Handlungsfähigkeit der Fördervereine an unseren Grundschulen auch über das Jahr 2021 hinaus zu erhalten, sind maßvolle Erhöhungen der Bezuschussung notwendig.“

Der Vorschlag des Magistrats sieht vor, den Zuschuss pro Platz und Betreuungsstunde in der Kernzeit (12 bis 15 Uhr) von aktuell 2,05 Euro im kommenden Jahr um sieben Cent, im Jahr 2023 um weitere sechs und 2024 nochmals um sechs Cent auf dann 2,24 Euro zu erhöhen. In der Nebenzeit (15 bis maximal 17 Uhr) soll der Zuschuss 2022 bei 37 Cent bleiben und sich 2023 um einen und 2024 um weitere zwei auf dann 40 Cent erhöhen.

Das Bevölkerungswachstum bedingt aber auch eine Ausweitung der Kapazitäten. Diese wurden aufgrund der hohen Nachfrage in der Sonnenblumenschule bereits in diesem Jahr um drei Plätze erhöht, sodass in Langen aktuell insgesamt 585 Plätze für die Nachmittagsbetreuung zur Verfügung stehen. „Um dem weiterhin steigenden Bedarf in der Stadt Rechnung tragen zu können, haben die Fördervereine erfolgreich ihre Möglichkeiten ausgeschöpft, um weitere flexible Betreuungsmodelle zu etablieren. So können – trotz teilweise schon sehr beengter Verhältnisse – ab dem kommenden Schuljahr noch einmal 71 zusätzliche Plätze geschaffen werden“, erklärt Constantin Strelow Castillo, Leiter des städtischen Fachbereichs Soziales und Bildung. Durch die Fördervereine der Geschwister-Scholl-Schule (weitere 30 Plätze), Albert-Schweitzer-Schule (20 neue Plätze) und der Ludwig-Erk-Schule (plus 21 Plätze) wird die Gesamtzahl auf 656 steigen.

Der jährliche Gesamtaufwand für die Nachmittagsbetreuung beläuft sich kommendes Jahr auf gut 805.000 Euro, im Jahr 2023 auf knapp 828.000 Euro und 2024 fast 852.000 Euro. „Das ist gut angelegtes Geld in die Zukunft unserer Kinder“, sagt Bürgermeister Jan Werner. „Und es ist wichtig, dass wir nicht nachlassen in dem Bemühen, den mit dem Bevölkerungswachstum einhergehenden erforderlichen Ausbau der sozialen Infrastruktur voranzutreiben.“

„Das Angebot der Fördervereine, der Awo und der GiP gGmbH ist – auch unter dem Aspekt der Wirtschaftlichkeit – eine sinnvolle und notwendige Alternative zur klassischen Hortbetreuung“, sagt Jan Werner. „Es muss – auch im Hinblick auf den kommenden Rechtsanspruch auf Nachmittagsbetreuung an Grundschulen – kontinuierlich ausgebaut werden, um in Langen im Bereich der Schulkinderbetreuung ein annähernd bedarfsgerechtes Angebot vorhalten zu können.“

Nach Beratung in den städtischen Ausschüssen liegt der Vorschlag des Magistrats zur Erhöhung der Zuschüsse sowie dem Ausbau der Kapazitäten am Donnerstag, 15. Juli, der Stadtverordnetenversammlung zur Beschlussfassung vor.

Quelle: Stadt Langen

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