Joachim Georg

Joachim Georg

Redaktion

Verstrickt und zugenäht: Kreativ-Aktion im Nordend der Koordinierungsstelle „Miteinander“

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„Es kann so einfach sein, die eigene Umgebung bunter zu machen und Farbe ins Leben zu bringen, wenn man Stoff und Wolle hat. Und mit ein paar Strick- oder Häkelnadeln, einer Strickliesel oder einer Papierschablone kann jeder sofort mit von der Partie sein“, beschreibt Ina Lackert-Irion von der städtischen Koordinationsstelle „Miteinander“ ihre Kreativ-Aktion im Langener Nordend. Los geht es mit dem ersten Befestigungstermin am Mittwoch, 14. Juli, 15 Uhr, am Platz der Deutschen Einheit. Mitmachen kann man überall.

Zum Beispiel zuhause, auf der Parkbank, im Seniorenheim, in der Kindertagesstätte, im Jugend- oder im Familienzentrum, in der Mittagspause oder auf dem Weg zur Arbeit. Und die Teilnehmerinnen und Teilnehmer bestimmen dabei Länge, Breite und Farbkombinationen ihrer Stoffe ganz nach ihrem Geschmack. Wer eine Nähmaschine sein Eigen nennt oder gern mit der Hand die Nadel schwingt, kann beispielsweise auch bunte Wimpel nähen.

Unter Einhaltung aller tagesaktuellen Corona-Verordnungen sowie Hygiene- und Abstandsregeln lädt das Team der Koordinationsstelle mehrmals zur Befestigung der Näh-, Strick- und Häkelstücke im Nordend ein. Da die bunten Kunstwerke so angebracht werden müssen, dass sie den Verkehr nicht gefährden, bitten die Organisatorinnen darum, an den Terminen teilzunehmen. Denn Poller, Schilderstangen oder Laternen dürfen nicht behängt werden.

„Wir möchten mit dieser Aktion Menschen wieder in den öffentlichen Raum bringen. Durch die gemeinschaftlich entstandenen Farbpunkte wollen wir Freude bereiten und ein Signal der Verbundenheit setzen. Auch unter Beachtung von Abstandsregeln können nachbarschaftliche Kontakte entstehen, die wir gerne fördern“, erläutert Ina Lackert-Irion.

Seit März ist die sozialpädagogische Fachkraft in der Koordinationsstelle „Miteinander“ an der Rheinstraße 29 anzutreffen. „Ich freue mich sehr darauf, dass die Gemeinwesenarbeit in Langen nach dem Lockdown wieder öffentlich sichtbar werden kann. Langen ist eine kulturell vielfältige Stadt, die eine dynamische Entwicklung erlebt und breitgefächertes Potenzial zu bieten hat.“ Gemeinsam mit ihren Kolleginnen sorgt Ina Lackert-Irion dafür, dass auch während der Corona-Pandemie Vernetzung und Aktivitäten im Nordend gelingen können – die Strick- und Nähaktion ist die neuste Idee.

Ende 2016 hat die Koordinationsstelle in Kooperation mit dem Kreisverband der Arbeiterwohlfahrt (Awo) ihre Arbeit aufgenommen. Sie knüpft Kontakte zwischen Alt- und Neu-Langenern und wirbt für mehr Verständnis untereinander. Seitdem ist das kleine Stadtteilbüro zu einer wichtigen Anlaufstelle im Nordend geworden. In den vergangenen Jahren wurden zum Beispiel Patenschaften zwischen geflüchteten und alteingesessenen Familien vermittelt, Nachhilfeangebote begleitet, eine Beratungsstelle für Deutschkurse eingerichtet und Nachbarschaftsfeste organisiert. Ziel ist es, die Integration von neu Zugewanderten zu fördern und ehrenamtliche Arbeit zu unterstützen. Seit Neustem auch durch einen Newsletter. Dieser kann über die Webseite www.langen.de/newsletter-miteinander.html abonniert werden. Gefördert wird das Ganze durch das Landesprogramm Gemeinwesenarbeit des Hessischen Ministeriums für Soziales und Integration.

Fragen beantworten das Team der Koordinationsstelle „Miteinander“ gerne telefonisch unter der Rufnummer 06103 9079678 oder per E-Mail unter der Adresse miteinander@langen.de.

Quelle: Stadt Langen

 

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