Joachim Georg

Joachim Georg

Redaktion

Neu-Isenburg die Hugenottenstadt: Entdecken, was uns verbindet

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Am Tag des offenen Denkmals: 12.09.2021 Marktplatz Alter Ort

Der Trägerverein Hugenottenrathaus Neu-Isenburg e.V. ist Denkmalbotschafter am Tag des offenen Denkmals und lädt von 10-16 Uhr zu einem Besuch in die Vergangenheit der Hugenottenstadt ein. Im Mittelpunkt des größten Kulturevents Deutschlands – mit seinen über 7.500 historischen Stätten – steht in Neu-Isenburg das im September vor 145 Jahren abgerissene Hugenottenrathaus. Es ist bis heute Neu-Isenburgs einziges Wahrzeichen, ein Denkmal der Völkerverständigung zwischen Deutschen und Franzosen sowie ein Symbol für ein integriertes und friedvolles Zusammenleben der Menschen. Das Hugenottenrathaus wird mit seinen acht Portalbögen als Fassadenmodell in einer Höhe von drei Meter am Originalstandort auf dem Marktplatz zu sehen sein.

Die Besucher erwartet zu Beginn eine Kunstaktion vom Verein für belebte Geschichte „Pour l’Yseboursch“ sowie ein vom „Trägerverein Hugenotten- rathaus“ organisiertes kulturhistorisches Vortrags- und Diskussionspro- gramm mit einer Ausstellung. Beide Kulturvereine haben inzwischen eine Kooperationsvereinbarung unterschrieben, um gemeinsam den kulturhisto-rischen Charakter des Alten Ortes zu stärken und mit eigenen Maßnahmen-paketen die bisherigen Maßnahmen im Stadtumbauprogramm zu ergänzen bzw. deren Wirkung zu verstärken. Das Wirken in dieser Kooperations-vereinbarung bezieht sich auf bestimmte Projekte und ist geprägt von gegenseitigem Respekt und einem offenen Umgang miteinander. Erstes gemeinsames Projekt ist der Tag des offenen Denkmals am12.09.2021.

Deutschlands größtes Kulturevent auch in der Hugenottenstadt

Bürger und Gäste können Neu-Isenburgs Geschichte in einer Weise anfassen, wie es sonst nicht oder nur eingeschränkt möglich ist. Der Tag des offenen Denkmals ist die Chance zu entdecken, was die Bürger mit der Hugenottenstadt Neu-Isenburg verbindet und was Identität stiftet! Neu-Isenburg besitzt mit dem denkmal-geschützten Grundriss der 1699 gegründeten Hugenottensiedlung (heute Alter Ort genannt) einen Stadtteil von großer geschichtlicher, städtebaulicher und völker-verständigender Bedeutung. Doch dieser Stadtteil mit seinen Bauwerken gerät immer mehr in Vergessenheit – seine Bedeutung als identitätsstiftender Stadtkern sowie für die Denkmalpflege, verschwindet zunehmend aus dem Blickfeld der Politik und der Öffentlichkeit. Grund genug am Tag des offenen Denkmals den Gründungskern der Stadt wieder mehr ins kommunale, regionale und überregionale Bewusstsein zu rücken und die „Bedeutung Denkmal“ in den Fokus der öffentlichen Diskussion zu stellen.

Das Hugenottenrathaus – Sein & Schein in Geschichte, Architektur und Denkmalpflege

Das Motto zum Tag des offenen Denkmals 2021 beschäftigt sich mit der Originalität von Denkmalen. Das „Sein“ steht dabei an erster Stelle, denn ohne Original gibt es weder Täuschung noch Rekonstruktion. Erst vor Ort nehmen wir die Geschichte wahr, begreifen die Denkmalsubstanz und die Bedeutung. Gemeinsam gilt es dem Motto „Sein & Schein – in Geschichte, Architektur und Denkmalpflege“ auf den Grund zu gehen. Das Hugenottenrathaus steht wie kein anderes Bauwerk in Neu-Isenburg als Denkmal für das kulturelle Erbe und wurde deshalb für den Tag des offenen Denkmals ausgewählt. Doch das Bauwerk wurde 1876 wegen eines neu erwachten Nationalstolzes und wegen Baufälligkeit abgerissen.

Als vor 145 Jahren Neu-Isenburgs einziges Denkmal verschwand…

Vom gräflichen Baumeister Andreas Löber geplant, stand das Hugenottenrathaus von 1702 bis 1876 auf dem Marktplatz der Hugenottensiedlung. Erbaut nach den Regeln des Goldenen Schnitts und mit der Bebauung der umliegenden Häuser abgestimmt, diente es der Hugenottengemeinde ihre Angelegenheiten in Selbstverwaltung regeln zu können. Es ist noch heute Neu-Isenburgs einziges Wahrzeichen und ein Denkmal. Doch für die einen ist ein Denkmal; Heimat, Wahrzeichen, Kulturgenuss. Für die anderen ein Dorn im Auge: zu alt, zu unbequem, zu groß! Beim Thema Denkmal- schutz scheiden sich die Geister. Am Tag des offenen Denkmals setzt der Träger-verein Hugenottenrathaus das diesjährige Motto „Sein & Schein in Geschichte, Architektur und Denkmalpflege wörtlich um und inszeniert das Original mit einer spektakulären Attrappe.

 1) DIE RATHAUS-FASSADE

Der Trägerverein Hugenottenrathaus will unsichtbares sichtbar machen und zeigt am Tag des offenen Denkmals das Hugenottenrathaus als spektakuläre Fassade. Kann es gelingen das authentische Bild des Marktplatzes – der eigentlich Rathausplatz hieß – wiederherzustellen? Eine kulissenhafte Nachbildung der achteckigen Portalbögen in der Höhe von 3 Meter, steht auf dem Grundriss des Hugenottenrathauses in der Marktplatzmitte. Nach dem Entwurf von Andreas Löber im Jahr 1702 erbaut, soll seine zierliche Form und seine geringe Grundfläche von nur 7 Metern im Durchmesser zeigen, dass es die historische Mitte im Grundriss wieder vervollständigt und dem Alten Ort sein Herz zurückgibt. Außerdem zeigt das Kulturevent somit, dass genug Platz darum herum besteht, um generell Veranstaltungen durchführen zu können.

2) DIE AUSSTELLUNG Die Ausstellung vom Trägerverein Hugenottenrathaus Neu-Isenburg e.V. wirft einen sachlichen Blick auf das kontroverse Thema „Wiederaufbau Hugenottenrathaus“ und gibt Antworten auf viele Fragen, irrtümliche Annahmen oder gängige Vorurteile, die so noch nirgendwo beantwortet worden sind. Und egal ob ganz jung oder schon lebenserfahren, Rathausexperte oder Rathaus-skeptiker – die Ausstellung klärt auf und weckt den Forscher- und Entdeckergeist, denn es gibt spannende Dinge zu erfahren. Sechs großformatige Ausstellungstafeln sind in der Rathaus-Fassade platziert. Sie sollen den Besuchern Basiswissen rund um die Hugenottensiedlung und über das Hugenottenrathaus vermitteln.

3) DAS PROGRAMM Auf dem Marktplatz findet von 10 bis 16 Uhr ein Rahmenprogramm statt. Der Posaunenchor der evangelischen Marktplatzgemeinde wird den Tag des offenen Denkmals eröffnen. Der Verein Pour l´Yseboursch führt direkt im Anschluss eine sehenswerte Kunstaktion durch. Danach stellt der Trägerverein Hugenottenrathaus die acht Portalbögen als Rathaus-Fassade auf. Vor der Rathaus-Fassade befindet sich eine Bühne, die für Vorträge und für zwei Podiumsdiskussionen vorgesehen ist.

Moderation der Veranstaltung: Michael Sauer (vormals ZDF)

Begrüßung: Trägerverein Hugenottenrathaus e.V.

Begrüßung. Bürgermeister Herbert Hunkel

Fachvortrag: Dr. Andreas Flick Deutsche Hugenotten-Gesellschaft

Grußworte von Personen und Persönlichkeiten werden verlesen

Fachvortrag: Mattias Loesch Pfarrer i.R.

Die Podiumsdiskussion mit den Bürgermeisterkandidaten

12 Uhr bis 13:30 Uhr: Unter dem Motto Zukunft braucht Geschichte – ist das historische Erbe Standortvorteil oder Last? Die Bürgermeisterkandidaten werden zwei Wochen vor der Bürgermeisterwahl zu Wort kommen. Die Moderation hat wieder Michael Sauer, vormals ZDF und damaliger Denkmalschutzbeauftragter.

MITTAGSZEIT

Die Podiumsdiskussion mit den Vortragenden und den Bürgern

14:30 Uhr bis 16 Uhr: Motto „Das Hugenottenrathaus – Ein Denkmal zum Bewahren oder Vergessen?“ Die Vortragenden diskutieren und beantworten Fragen der Bürger. Die Moderation übernimmt wieder Michael Sauer, (vormals ZDF) und damaliger Denkmalschutzbeauftragter des Senders.

Quelle: Stadt Neu-Isenburg

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