Joachim Georg

Joachim Georg

Redaktion

Grüne Dreieich: “Extremwetterlagen erfordern neue Prioritäten”

Werbung:

„Unser Antrag zum Hochwasserschutz wegen der Hengstbachfluten findet ein sehr positives Echo, v. a. bei den von den Überflutungen betroffenen Anwohner*innen, aber auch abseits des Hengstbaches“, resümiert Fraktionssprecherin Linda Hein.

„Dieser Antrag und auch der FDP-Antrag zu Starkregenvorsorge-Maßnahmen wurden im Fachausschuss sehr konstruktiv diskutiert. “Die GRÜNEN begrüßen auch das Vorgehen des Magistrats bei diesem Thema. Für die Erstellung einer „Starkregengefährdungskarte“ sind 100.000,- im Nachtragshaushalt vorgesehen. Das Geld wird durch das Bündnis „100 Kommunen für den Klimaschutz“, dem Dreieich angehört, zu 100% vom Land gefördert. Bleibt nun abzuwarten, was in diesem Paket um die Starkregengefährdungskarte alles enthalten sein wird und wie der Magistrat auf die Hinweise und vorgeschlagenen Maßnahmen reagiert. Dazu stehen am 14.9. erneut Beratungen im Haupt- und Finanzausschuss an.

Die GRÜNEN schlagen nun vor ein Antragspaket zu beschließen, das alle Aspekte beinhaltet. Dazu gehört nach Ansicht der GRÜNEN auch der FWG-Vorschlag die bereits existierenden Bebauungspläne für den Hochwasserschutz am Hengstbach H3 und H4 miteinzubeziehen. Hein dazu: „Die Ursachen der Überflutungen im Juni/Juli 2021 zu ermitteln und die dafür erforderlichen hydraulischen Berechnungen anzustellen und die Initiative der FDP ergänzen sich. Die Erstellung einer Starkregengefährdungskarte passt auch dazu. Ein solcher Antrag ist Rückenwind für die Stadt, um beim Thema Hochwasserschutz und Starkregen aktiv zu werden und sollte möglichst interfraktionell getragen werden.“

Den GRÜNEN ist bewusst, dass es sich dabei um eine große Herausforderung handelt, die als Folge der Klimaanpassungen zu bewältigen ist. Fraktionssprecher Roland Kreyscher: „Die Ressourcen der Verwaltung – gerade im ingenieurtechnischen Bereich – sind begrenzt und können auch aufgrund der Lage am Arbeitsmarkt nicht kurzfristig erweitert werden. Auch die Haushaltsmittel sind arg limitiert.“

Die GRÜNEN erwarten daher, dass neue Prioritäten gesetzt werden, sowohl personell als auch finanziell. Kreyscher: „Die Bewältigung der Klimafolgenanpassungen, sowohl den Hochwasserschutz als auch Starkregenvorsorge-Maßnahmen betreffend, sollte Priorität bekommen. Schließlich geht es hier um das Hab und Gut der Dreieicher*innen und deren Leib und Leben.“

Kosten für externe Dienstleistungen wollen die GRÜNEN dadurch minimieren, indem die Zusammenarbeit z. B. mit der TU Darmstadt gesucht wird. Linda Hein: „Ähnlich wie wir im Verkehrsbereich bereits eine Zusammenarbeit mit der Hochschule Darmstadt haben, könnten Leistungen im Rahmen einer Semester- oder Masterarbeit in der zuständigen Fakultät der TU wesentlich schneller und günstiger erbracht werden als durch ein entsprechendes Ingenieur-Fachbüro.“

Quelle: Stadt Dreieich

Diesen Beitrag teilen:

Share on facebook
Facebook
Share on twitter
Twitter
Share on linkedin
LinkedIn
Share on email
Email
Share on whatsapp
WhatsApp

Werbung: